Datacenter: Cloud-Computing:
Studie: Sicherheitsbedenken bremsen Cloud-Computing

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

03.02.2010

Mangelndes Vertrauen in die Sicherheit ist der Hauptgrund, weshalb Großunternehmen und kleinere Firmen auf die Nutzung von Cloud-Computing-Services verzichten. Das ergab eine Studie von Forrester Research.

Sicherheitsbedenken führten 49 Prozent der IT-Manager von Großunternehmen und von 51 Prozent kleiner und mittelständischer Firmen als Grund dafür an, dass sie keine Cloud-Computing-Dienste nutzen. Die Umfrage unter 2200 IT-Leitern in Nordamerika und westeuropäischen Ländern, darunter Deutschland, führte Forrester Research [1] durch.

Laut der Studie zeigen Großfirmen speziell an Angeboten wenig Interesse, bei denen Service-Provider virtualisierte Server-Systeme anbieten und dem Kunden nur die tatsächlichen Nutzungszeiten in Rechnung stellen (»On Demand«). Laut Forrester greifen nur 3 Prozent der Unternehmen auf solche Angebote zurück, ebenso viele wie 2008.

Noch allzu wolkig sind offenbar für viele Untenehmen Cloud-Computing-Dienste. (Foto: Kempf/Fotolia)

Mit 4 Prozent liegt dieser Wert bei kleinen und mittelständischen Firmen (SMB) nur wenig höher. Allerdings verdoppelte sich diese Zahl im Vergleich zu 2008.

Neben Sicherheitsbedenken spielen weitere Faktoren eine Rolle, welche die Zurückhaltung in Bezug auf Cloud-Computing-Dienste fördern: Angst vor zu hohen Kosten und Zweifel an der Reife der Technologie.

Virtualisierung allgemein akzeptiert

Anders sieht es bei Akzeptanz von Virtualisierungstechniken im Unternehmensnetz aus. An die 50 Prozent der SMBs setzen bereits Virtual Machines auf x86-Server-Systemen ein. Weitere 24 Prozent wollen dies in innerhalb der nächsten zwölf Monaten tun.

Von den größeren Unternehmen verwendeten Ende 2009 bereits 72 Prozent auf ihren x86-Maschinen Virtualisierungssoftware. Das sind 18 Prozent mehr als vor zwei Jahren.

[1] http://www.forrester.com

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